Vor ein paar Tagen habe ich es entdeckt: MEINE SEITE HAT KEINE ÜBER-MICH-SEITE. Huch. Wie konnte das denn geschehen?
Über mich – die notwendige unnötige Seite
Ich habe mich mal wieder fortgebildet. Zu Webdesign. Zu SEO. Zu dem, was muss und was nicht. Zu den Veränderungen im Leseverhalten. Zu den Veränderungen in Suchverhalten und -optionen der Suchmaschinen. Dabei kamen wir auch auf die „Über-mich-Seiten“ zu sprechen. Und was diese Seite enthalten sollte. Einige der genannten „Must-have“ Angaben kamen mir da „spanisch“ vor:
- Kundenfeedback oder Arbeitsproben
- Das bekommst du von mir
- So kommst du in Kontakt
Aber das habe ich doch alles an anderer Stelle bereits… grübel…

Meine Über-mich-Seite
Am Ende des Seminars stand folgendes Ergebnis: Auf einer Über-mich-Seite kann das nochmals sinnvoll untergebracht werden, was es noch zu erzählen gibt, was sonst auf der Webseite nicht zu finden ist. Was will noch mitgeteilt werden, was potentielle Kundinnen und Kunden noch nicht auf der Webseite erfahren haben und was sie interessieren könnte. Womit kann Vertrauen der Lesenden gewonnen oder ihr Interesse nochmals auf einer anderen als der sachlichen Ebene geweckt werden?
Interessante Inhalte für die Über-mich-Seite
- Eine persönliche Einführung
Eine kurze und verständliche Beschreibung: Wer sind Sie eigentlich? Was machen Sie und warum machen Sie das. Also so etwas wie Ihre Mission oder Motivation. Welche Erfahrungen oder Werte prägen Ihre Arbeit? - Ihre Geschichte
Optional, aber wirkungsvoll: Erzählen Sie etwas über Ihre Geschichte. Wie sind Sie zu Ihrem Beruf oder dem gekommen, was Sie mit Ihrer Webseite Nutzerinnen näher bringen? - Ein professionelles Foto von Ihnen oder Ihrem Team
Für einen Online Auftritt wichtig: Menschen vertrauen Gesichtern mehr als nur Text. - Ein Call-to-Action (CTA)
Jetzt gilt es: die Besucher*innen Ihrer Webseite sind fein mit dem, wie Sie sich oder Ihr Team beschrieben haben. „Fangen“ Sie sie jetzt ein und eenden Sie Ihre Vorstellung mit einem Call-to-Action. Zu welchem Schritt wollen Sie nun motivieren: Kontakt aufnehmen? Ein Angebot ansehen? Einen Newsletter abonnieren?
Ergänzungen
Wie oben beschrieben, bin ich nicht der Meinung, dass auf der Über-mich-Seite das stehen sollte, was meines Erachtens zu den wesentlichen Inhalten einer Webseite gehört. Trotzdem – und vor allem, wenn bis jetzt noch nicht geschehen – können Sie die weiteren Aspekte noch näher oder anders beleuchten:
- Ihr Alleinstellungsmerkmal (USP)
Was unterscheidet Sie von anderen in Ihrer Branche oder Ihrem Vereinsangebot? Welche besonderen Fähigkeiten oder Perspektiven bringen Sie mit?
Hier geht es nicht nur darum, was Sie auf Ihrer Webseite anbieten, sondern warum Sie das tun und was Sie ganz persönlich antreibt. Basis dieser Idee ist, dass Menschen nicht nur Angebote annehmen, die ihnen offeriert werden, sondern sie akzeptieren diese Angebote von Menschen, denen sie vertrauen. Eine USP in diesem Kontext kann dabei unterstützen, eine persönliche Verbindung herzustellen. - Referenzen oder Erfolge
Stellen Sie hier Kundenstimmen, Auszeichnungen oder Projekte vor, die Ihre Kompetenz belegen. An dieser Stelle dienen sie dazu, Ihr ganz persönliches Profil zu untermauern. Dies ist vor allem auf Webseiten sinnvoll, die die Arbeit eines Teams, einer Firma, eines Vereins vorstellen. Hier geht es um das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der einzelnen Personen, nicht der Organisation. An dieser Stelle wirkt eine Kundenaussage, die die Arbeitsweise genau der Person lobt, besonders stark.
Fazit
Eine Über-mich-Seite sollte klar und authentisch vermitteln, wer Sie oder Ihre Teammitglieder sind. Wofür Sie stehen und warum Besucher*innen Ihnen vertrauen oder mit Ihnen zusammenarbeiten sollten. Je nach Bereich, Branche oder Persönlichkeit kann die Über-mich-Seite formell oder locker gestaltet sein – Hauptsache, sie wirkt authentisch und überzeugend.
Post scriptum
Soweit die Theorie 🙂
… das ist dabei herausgekommen Über-mich-Seite
Grafik&Bild © Webdesign Ahrensburg