Website-Pflege zum Jahresende: Ihre Checkliste

Das Jahr neigt sich dem Ende zu – und während Sie Ihre Geschäftsräume aufräumen, den Jahresabschluss vorbereiten und vielleicht schon die Weihnachtsdekoration aufstellen, gibt es noch einen wichtigen Bereich, der oft vergessen wird: Ihre Website.

Genau wie Ihr Ladenlokal oder Büro braucht auch Ihre Online-Präsenz regelmäßige Pflege und Wartung. Der Jahreswechsel ist der perfekte Zeitpunkt, um Ihre Website einmal gründlich durchzuchecken und fit für das neue Jahr zu machen. In diesem Beitrag zeige ich Ihnen Schritt für Schritt, was Sie tun sollten – und warum das wichtig ist.

Warum überhaupt Website-Pflege?

Vielleicht denken Sie jetzt: „Meine Website läuft doch – warum sollte ich da etwas machen?“ Eine berechtigte Frage! Doch eine vernachlässigte Website kann schnell zu Problemen führen:

Und da spreche ich jetzt nicht von Sicherheitsrisiken durch veraltete Software oder eine Webseite mit schlechter Performance durch angesammelten Datenmüll. Diese und weitere technische Punkte sind Gegenstand des Beitrags Wartung und Pflege Ihrer Webseite.

Aber auch inhaltlich ist es wichtig, die Seite regelmäßig zu überprüfen. Denn nichts schreckt beispielsweise potenzielle Kunden mehr ab als ein veraltetes Copyright-Jahr (©2023), alte Öffnungszeiten oder nicht mehr existierende Telefonnummern. Das wirkt unprofessionell und lässt Zweifel aufkommen, ob Ihr Unternehmen überhaupt noch aktiv ist.
Fallstricke können auch durch sich ändernde Gesetze werden: Was letztes Jahr noch rechtssicher war, kann heute abmahnfähig sein.
Ein Jahres-Check hilft, auf der sicheren Seite zu bleiben.

Also: Nehmen Sie sich ein bis zwei Stunden Zeit – Ihre Website wird es Ihnen danken!

Die große Jahresend-Checkliste

1. Inhalte aktualisieren – Frische für Ihre Website

Jetzt wird’s konkret: Schauen wir uns Ihre Inhalte an. Was muss aktualisiert werden?

Copyright-Jahr

Das Offensichtlichste zuerst: Ändern Sie das Copyright-Jahr im Footer. Aus ©2024 wird ©2025. Das mag banal klingen, aber ein veraltetes Copyright-Jahr ist das deutlichste Zeichen einer vernachlässigten Website.

Sie finden es im Footer (Fußzeile) Ihrer Website, häufig im Theme-Customizer oder in den Widget-Einstellungen. Aber vielleicht haben Sie ja auch Glück: Bei manchen Themes gibt es automatische Copyright-Jahresangaben.

Öffnungszeiten und Kontaktdaten

Checken Sie hier die folgenden Punkte:

❏ Sind Ihre Öffnungszeiten aktuell? (Gerade über die Feiertage ändern sich diese oft)
❏ Ist die Telefonnummer noch korrekt und funktioniert die E-Mail-Adresse?
❏ Ist die Anfahrtsbeschreibung noch zutreffend?

Team-Fotos und Mitarbeiter*innen

❏ Sind alle Teammitglieder noch im Unternehmen?
❏ Gibt es neue Kolleginnen und Kollegen, die vorgestellt werden sollten?
❏ Sind die Fotos noch aktuell? (5 Jahre alte Fotos wirken schnell unprofessionell)
❏ Stimmen die Positionen und Aufgabenbereiche noch?

Leistungen und Preise

❏ Bieten Sie noch alle aufgeführten Leistungen an?
❏ Gibt es neue Services, die ergänzt werden sollten?
❏ Sind Preisangaben (falls vorhanden) noch aktuell?
❏ Müssen Produkte oder Angebote entfernt werden?

Impressum und Datenschutzerklärung

Das ist rechtlich besonders wichtig! Prüfen Sie:

❏ Stimmen alle Angaben im Impressum? (Adresse, Vertretungsberechtigte, Handelsregisternummer)
❏ Ist Ihre Datenschutzerklärung auf dem neuesten Stand?
❏ Nutzen Sie neue Tools oder Dienste, die in der Datenschutzerklärung erwähnt werden müssen?
❏ Haben sich Cookie-Einstellungen geändert?

2. Links überprüfen – Tote Links schaden Ihrem Ranking

Nichts ist ärgerlicher als ein Link, der ins Nirgendwo führt. Broken Links (tote Links) schaden nicht nur der Nutzererfahrung, sondern auch Ihrem Google-Ranking.

So prüfen Sie Links:

√ Nutzen Sie kostenlose Tools wie den „Broken Link Checker“ (WordPress-Plugin) oder Online-Tools wie „Dead Link Checker“
√ Prüfen Sie besonders externe Links: haben Partnerseiten ihre URL geändert?
√ Überprüfen Sie interne Verlinkungen: existieren alle verlinkten Seiten noch?
√ Schauen Sie in Ihre Blog-Beiträge: sind verlinkte Quellen noch erreichbar?

Checkliste Links:

❏ Tote externe Links gefunden und repariert oder entfernt
❏ Interne Links überprüft
❏ Social-Media-Links aktuell (falls Sie Profile gewechselt haben)
❏ Download-Links funktionieren (PDFs, Preislisten, etc.)

3. Analytics auswerten – Lernen aus den Zahlen

Der Jahreswechsel ist die perfekte Gelegenheit, einen Blick auf Ihre Website-Statistiken zu werfen.

Was Sie prüfen sollten:

❏ Wie viele Besucher hatten Sie im letzten Jahr?
❏ Welche Seiten waren am beliebtesten?
❏ Woher kamen Ihre Besucher? (Google, Social Media, direkt)
❏ Welche Suchbegriffe führten zu Ihrer Website?
❏ Wie hoch ist die Absprungrate?
❏ Wie lange bleiben Besucher auf Ihrer Seite?

Daraus lernen:

√ Beliebte Seiten → Mehr ähnlichen Content erstellen
√ Hohe Absprungrate → Seite überarbeiten
√ Erfolgreiche Suchbegriffe → Mehr Content zu diesen Themen
√ Schwache Seiten → Verbessern oder entfernen

4. Content-Inventur – Qualität vor Quantität

Schauen Sie sich Ihre bestehenden Inhalte kritisch an.

Fragen Sie sich:

❏ Gibt es veraltete Blog-Beiträge, die aktualisiert werden sollten?
❏ Welche Inhalte haben im letzten Jahr gut funktioniert?
❏ Gibt es Seiten, die niemand besucht? (Löschen oder verbessern)
❏ Sind alle Informationen noch korrekt und relevant?
❏ Fehlen wichtige Inhalte?

Aktions-Tipp: Nehmen Sie sich Ihre 3-5 meistbesuchten Seiten vor und optimieren Sie diese. Fügen Sie aktuelle Informationen hinzu, bessere Bilder, klarere Call-to-Actions. Diese Seiten haben das größte Potenzial!

5. Call-to-Actions überprüfen – Klare Aufforderungen

Ihre Website soll nicht nur informieren, sondern auch zu Handlungen auffordern.

Checkliste CTAs:

❏ Hat jede wichtige Seite einen klaren Call-to-Action?
❏ Sind Kontaktbuttons gut sichtbar?
❏ Funktionieren alle Formulare?
❏ Telefonnummer klickbar? (besonders auf Mobile wichtig!)
❏ Newsletter-Anmeldung vorhanden und funktionsfähig?

Bonus: Vorbereitung für 2025

Wenn Sie schon dabei sind, Ihre Website aufzupolieren, können Sie auch gleich ein bisschen vorausplanen. Der Jahreswechsel ist nämlich nicht nur eine gute Gelegenheit zum Aufräumen, sondern auch für strategische Planungen über das kommende Jahr.

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und überlegen Sie: Was möchten Sie 2025 mit Ihrer Website erreichen? Vielleicht wollen Sie endlich regelmäßiger bloggen, einen Newsletter starten oder Ihre Leistungen besser präsentieren. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, diese Ideen zu konkretisieren. Erstellen Sie einen groben Redaktionsplan für die ersten drei Monate des Jahres. Welche Themen beschäftigen Ihre Kunden? Welche Fragen werden Ihnen häufig gestellt? Daraus lassen sich wunderbar Blog-Beiträge oder FAQ-Einträge entwickeln. Überlegen Sie auch, ob es saisonale Inhalte gibt, die Sie vorbereiten sollten – etwa Frühjahrsaktionen, Osterangebote oder spezielle Services für bestimmte Jahreszeiten.

Auch technische Verbesserungen sollten Sie jetzt schon durchdenken. Gibt es Features, die Sie schon länger ergänzen wollten? Eine Online-Terminbuchung wäre vielleicht eine enorme Erleichterung für Ihre Kunden und würde Ihnen Telefonate sparen. Eine Chat-Funktion könnte die Hemmschwelle für erste Kontaktaufnahmen senken. Oder Sie spielen schon länger mit dem Gedanken, einen Newsletter zu starten, um regelmäßig mit Ihren Kunden in Kontakt zu bleiben. Schreiben Sie diese Ideen auf und priorisieren Sie sie. Was davon würde den größten Mehrwert bringen? Was ist realistisch umsetzbar? Manchmal braucht es auch ganz praktische Dinge: neue, professionelle Fotos von Ihnen und Ihrem Team, aktuelle Bilder Ihrer Räumlichkeiten oder Produkte, vielleicht sogar ein kurzes Vorstellungsvideo. Planen Sie solche Aufnahmen frühzeitig – gute Fotografinnen oder Fotografen sind oft Monate im Voraus ausgebucht.

Vergessen Sie auch Ihre anderen Online-Kanäle nicht. Aktualisieren Sie Ihr Google Business Profil mit den korrekten Öffnungszeiten über die Feiertage und für das neue Jahr. Schauen Sie sich Ihre Social-Media-Profile an: Stimmen dort noch alle Informationen? Sind die Profilbilder aktuell? Passt die Beschreibung noch zu Ihrem aktuellen Angebot? Und wenn Sie einen Newsletter haben oder planen: Bereiten Sie eine Neujahrsmail vor. Das muss nichts Großes sein – ein kurzer Rückblick auf das vergangene Jahr, ein Dankeschön an Ihre Kunden und ein Ausblick auf das, was kommt. Solche persönlichen Nachrichten werden sehr geschätzt und halten Sie im Gedächtnis Ihrer Kunden.

Fazit: Kleiner Aufwand, große Wirkung

Die Jahresend-Pflege Ihrer Website kostet ein bis zwei Stunden – bringt aber einen spürbaren Mehrwert. Eine gepflegte Website wirkt wie ein aufgeräumtes Ladengeschäft: Besucher fühlen sich wohler, finden schneller, was sie suchen, und fassen Vertrauen. Umgekehrt können veraltete Inhalte, langsame Ladezeiten oder Sicherheitslücken potenzielle Kunden abschrecken.

Sehen Sie die Website-Pflege daher nicht als Pflicht, sondern als Investition in Ihren Online-Erfolg. Mehr Sicherheit schützt vor Problemen, aktuelle Inhalte zeigen Professionalität, schnelle Ladezeiten verbessern Nutzererlebnis und Google-Ranking – und klare Call-to-Actions machen aus Besuchern Kunden. Viele Punkte sind ohnehin regelmäßig fällig, der Jahreswechsel ist einfach ein guter Anlass, alles gesammelt anzugehen.

Und jetzt: An die Arbeit! ✨ Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Website-Check und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Keine Zeit oder Unsicherheit?

Ich verstehe – als Unternehmer*in haben Sie viel um die Ohren, und nicht alle fühlen sich sicher im Umgang mit Website-Technik. Das ist völlig normal!
Genau für solche Fälle biete ich Website-Wartung und -Pflege an. Ich übernehme das komplette Jahres-Check-up für Sie, damit Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können.

Meine Wartungsleistungen umfassen:

√ Regelmäßige Backups
√ Updates von WordPress, Plugins und Theme
√ Sicherheits-Checks
√ Performance-Optimierung
√ Content-Aktualisierungen
√ Monatliche Reports

Interessiert? Dann kontaktieren Sie mich für ein unverbindliches Gespräch. Gemeinsam finden wir die passende Lösung für Ihre Website-Pflege.


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