Der Ahrensburger Frauentunnel

Was haben die Venus von Milo, Kleopatra, Otto Dix und Max Ernst gemeinsam?

Klar weiß ich, dass der Tunnel „Manhagener Tunnel“ heißt und die Ausstellung „Galerie der Hände“ – für mich ist der Tunnel, der die Nord- mit der Südseite der Manhagener Allee verbindet, der „Frauentunnel“. Und ich liebe es, durch ihn hindurchzugehen.

Die Namen der Frauen zu lesen und ihre Berufe und mir Gedanken und Vorstellungen zu machen zu den Lebensrealitäten die dahinter stehen. Wer ist die Arbeiterin und wer die Rentnerin? An welche Querulantin wurde gedacht, als der Schriftzug mit Mosaiksteinen geformt wurde? Welche Friseurin stand Patin für die Gestaltung?

Und auch die wunderschönen Mosaikbilder und -statuen regen die Phantasie an. Sinnieren über Hände. Über ihre Schönheit. Filigranität. Und über ihre Bedeutung an der Entwicklung des Menschen. Über das, was wir tagtäglich mit ihnen verrichten. Anfassen. Zupacken. Streicheln. Festhalten. Loslassen.

Der Tunnel, der Ende der 1990er Jahre entstanden ist, wurde nach einem Konzept des Künstlers Rolf Laute gestaltet. Er hat die „Galerie der Hände“ „allen Ahrensburgerinnen“ gewidmet. Die Hände der Frauen wurden aus bekannten Bildern verschiedener Epochen der Kunstgeschichte ausgeschnitten, in den Mittelpunkt gerückt und in einer aufwändigen Mosaikentechnik großformatig dargestelllt.

Bitte beim nächsten Mal einfach einmal innehalten. Gucken. Sehen. Staunen. Und vielleicht erkennen?

Wer mehr über den „Frauentunnel“ erfahren will, liest im – im Übrigen sowieso sehr interessanten – Ahrensburg Blog von Nicole über die „Galerie der Hände“ nach.

Viel Freude dabei!


© Bild(er) Mews Webdesign Ahrensburg

2 Antworten auf „Der Ahrensburger Frauentunnel“

  1. Was für eine schöne und sinnliche Beschreibung des Tunnels und seiner Kunstwerke mit tollen Panoramabilder!

    Vielen Dank für die Erwähnung und das Lob und ganz liebe Grüße.

    Nicole vom Ahrensburg Blog

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